Integration von Kindern mit Down-Syndrom in der Schule
Vortrag Jutta Schöler am 17.06.2000 in Potsdam
Am 17. Juni 2000 feierte die Elterninitiative ";Eltern von Kindern mit Down-Sydrom - Land Brandenburg"; ihr fünfjähriges Bestehen. Aus diesem An/ass fand im Sozialpädiatrischen Zentrum am KIinikum ";Ernst von Bergmann"; ein Treffen von ca. hundert Eltern, Erzieherinnen, Lehrerinnen, Ärztinnen und Thera peutlnnen statt. Den Vortrag zum Thema ";Integration von Kindern mit Down- Syndrom in die Regelschule"; hatte Frau Prof Dr Jutta Schöier vom Fachbereich Erziehungswissenschaften der Technischen Universität Berlin übernommen. Frau Schöier hat sich bereit erklärt, den von ihr frei vorgetragenen Vortrag schriftlich zur Verfügung zu stellen, damit die Beteiligten ihn noch einmal lesen können.
Der Text soll die Atmosphäre des Vortrages noch erkennen lassen. Als die Zuhörerinnen und Zuhörer den Vortragsraum betraten, sahen sie über Tageslichtprojektor das folgende Bild: (1)

Schöler, Jutta: Integrative Schule -
integrativer Unterricht.
Neuwird, Kriftel, Berlin: Luchterhand 1999 a, S. 67
Was denken die Erwachsenen? Was könnte das Kind im Rollstuhl am Spielfeldrand wohl denken?
Wir müssen uns angewöhnen:
Den Kindern ins Gesicht sehen! Sich beeindrucken lassen von deren konkreter Lebenssituation.
Jedes Kind ist ein Kind - und kein Erwachsener. Für ein Kind ist seine per- sönliche Lebenssituation die Normalität. Dazu gehört seine spezifische Schädigung, die es selbst nicht nur als Problem wahrnimmt.
Dieser Junge am Spielfeldrand hat gedacht: ";Hoffentlich gewinnen die aus meiner Klasse!"; - Gleichaltrigen beim Fußballspielen zuzugucken, war damals seine beliebteste Freizeitbeschäftigung.(2)
Wir dürfen die Lebenssituation eines Kindes mit einer Schädigung nicht reduzieren, sondern:(3)
- das sind Jungen und Mädchen,
- es ist ein Kind mit oder ohne Geschwister,
- ein Kind, das von seinen Eltern und Großeltern geliebt (oder auch abgelehnt) wird,
- ein Kind, für das es die größte Strafe ist, von anderen Kindern getrennt zu werden,
- die Eltern des Kindes haben sein So-Sein akzeptiert - oder auch nicht.(4)
";Wenn ein Kind geboren wird, gilt der erste Blick seiner äußerlich erfassbaren Normalität. Diesem Blick ging Neugier, Erwartung und Sorge voraus, Angst um seine Lebensfähigkeit. Es ist noch gar nicht lange her, da sollte es vor allem ein Bub sein: der ";Stammhalter"; gehörte zur kulturellen Norm, blieb er aus, wurde zumindest Enttäuschung laut. Wie stark bestimmen solcherlei Erwartungen ein Leben? Aber nicht nur die Erwartung eines bestimmten Geschlechts und der körperlichen und geistigen Normalität fließen im Augenblick der Geburt zusammen: Vorstellungen drängen sich auf, die die Zukunft betreffen, in der das Kind unsere Träume erfüllt, unser Dasein fortsetzt, sich selbst, und damit uns, zur Vollkommenheit führt.
In der Vergangenheit war das Kind oft auch der einzige Schutz für die alternden Eltern. Der erste Blick bedeutet also: ist es normal, hat es alle Gliedmaßen, ist es kräftig, ist es aller seiner Sinne mächtig? Mit der Tatsache vertraut zu werden, dass es nicht so ist, wie es sein sollte, stellt wohl die größte Anforderung an die Anpassungskraft eines Elternpaares dar. Kein anderes Ereignis ist so einschneidend und kein Schmerz ist zeitlich so unbegrenzt. Tod und Trennung lassen sich überwinden. Die Behinderung eines Kindes ist dagegen ein Dasein und bleibt als solches mit dem Dasein der Eltern lebenslänglich verknüpft."; (Ludwig-Otto Roser, zitiert aus: Schöler 1998a, 5. 160)
Eine Schule ohne Kinder mit Behinderung ist keine normale Schule
Kinder mit einer Schädigung sind nicht nur ein Problem, sie sind auch eine Bereicherung. Für viele Schulen ist es eine schwierige Entscheidung, wenn sie zum ersten Mal vor der Aufgabe stehen, ein Kind mit einer Schädigung aufzunehmen. Inzwischen gibt es jedoch auch viele Schulen, die gute Erfahrungen gemacht haben, die stolz auf ihre eigene Leistung und auf die Entwicklung der Kinder sind, die anders lernen als die Mehrheit der Kinder. Häufig sind diese Kinder jedoch nicht die schwierigsten der Schule.
Ein gutes Beispiel für diese Entwicklung ist Monique. Sie ist das erste Kind, das in der Stadt Potsdam eine lntegrationsklasse besuchen konnte. In diesem Schuljahr beendet sie ihre Schulzeit mit einem Realschulabschluss an einer Gesamtschule. Vor zehn Jahren hatte die Schule für Blinde in Berlin(Ost) sie sitzen bleiben lassen, weil sie am Ende des ersten Schuljahres nach Einschätzung der Lehrerinnen nicht ausreichend das Lesen und Schreiben gelernt hatte. (Über die Entwicklung von Monique wird ausführlich berichtet in: Jutta Schöler 1999a, 5. 250-257 und in: Heyer/Preuss-LausitzlSchöler, S. 305-317)
Es ist normal, verschieden zu sein
Im Land Brandenburg haben alle Kinder - auch Kinder mit Behinderungen - das Recht, an der Schule des Wohnortes eingeschult zu werden. Sie müssen nicht nach der besonderen Schule suchen, sondern: Lehrer-Innen am Wohnort gewinnen hoffentlich mehr und mehr die Sicherheit, sich auch auf ein Kind mit besonderen Lernbedingungen einzurichten. Eine Schlüsselstellung nehmen dabei die Schulleiterinnen und Schulleiter ein, die neben der Schulsekretärin für die Eltern zumeist die ersten Ansprechpartner sind.
Das Prinzip des Brandenburgischen Schulgesetzes lautet: ";Vorrangig gemeinsam";. Den Antrag auf die Einschulung stellen die Erziehungsberechtigten an der Schule des Wohn- ortes unabhängig von Art und Grad der Behinderung.(5)
In der Praxis ist das Grundrecht der Nichtaussonderung noch längst nicht in allen Schulen gesichert. Häufig werden Eltern verunsichert, wenn Fachleute nur die Defizite ihres Kindes wahrnehmen und damit begründen, eine gemeinsame Erziehung mit nichtbehinderten Kindern sei nicht möglich. Im Notfall kann dieses Recht auch gegen die Schulbehörde eingeklagt werden.(6) Dort, wo Schulen bereits Erfahrungen in der gemeinsamen Erziehung gemacht haben, ist ein solches Vorgehen nicht mehr notwendig. Es ist deshalb nicht verwunderlich, wenn Eltern darüber nachdenken, ihr Kind nicht an der Schule des Wohnortes einzuschulen, sondern in einer anderen Gemeinde, wo es bereits Erfahrungen gibt.
Scheinbar sind dort bessere Voraussetzungen, aber: Auch neuen Schulen sollte eine Chance zum Lernen gegeben werden. Und: Die Kontakte in der Freizeit zu den übrigen Kindern der Klasse sind sehr wichtig. Sie ergeben sich auf dem gemeinsamen Schulweg, im gemeinsamen Hort, auf dem Spielplatz, beim zufälligen Treffen, beim Einkaufen, bei Dorffesten oder Kindergeburtstagen. Eltern, die beim Übergang vom Kindergarten in die Schule vor der Entscheidung stehen: ";Wo schule ich mein Kind ein?";, denken oft nicht daran, dass alle Kinder im Alter von ca. fünf bis acht Jahren sich noch problemlos von ihren Eltern die Freizeit planen lassen und notfalls mit dem Auto von einem Ort zum anderen gefahren werden. Danach bestimmen die Heranwachsenden selbst, mit wem sie wann und wo die Nachmittage, die Wochenenden oder die Ferienzeit verbringen. Kinder (ob mit oder ohne eine Schädigung), die nicht am Wohnort die Schule besuchen, sind dann sehr leicht Außenseiter und kein Erwachsener kann ihnen helfen.
Dieselben Chancen des Zugangs zu allen Bildungsangeboten
Immer noch wird Kindern wegen einer Schädigung der Zugang zu bestimmten Lernangeboten verweigert. Speziell Kinder mit Down Syndrom lernen durch das Vorbild der nichtbehinderten Kinder. Die jetzt 28jährige Jenny Lau hat Lesen und Schreiben gelernt. Den allergrößten Teil ihrer Schulzeit hat sie mit nichtbehinderten Kindern gemeinsam lernen können.(7) Damit ist sie in der Schule weit gekommen. Heute sind ihre Lieblingsbeschäftigungen in der Freizeit: Krimis lesen, Briefe schreiben, Theater-spielen. Sie arbeitet als Serviererin in einem Caf~. Sich alleine in der Stadt mit U- und S-Bahn zu orientieren hat sie gelernt, bevor Handys erfunden waren. Heute ist ihre Mutter beruhigter, wenn Jenny ihr Handy dabei hat. Rechnen lernt sie erst jetzt; sie selbst will sich anstrengen, denn es gefällt ihr nicht mehr, wenn sie zwar die Gäste freundlich bedienen kann, aber bisher zum Bezahlen einen ihrer Kollegen oder eine Kollegin rufen musste.
Englisch sollte allen Schülerinnen und Schülern so angeboten werden, dass mindestens einige Sinnzusammenhänge in dieser heute so wichtigen Sprache verstanden werden können. Ob für das Verständnis von Schlagern, die Lautsprecherdurchsagen auf internationalen Flughäfen oder die Internet-Nutzung: Ein Mindestverständnis der notwendigen Begriffe sollte nicht von vorn herein ausgeschlossen werden.
Kein Mensch ist berechtigt, einem anderen die Lernfähigkeit grundsätzlich abzusprechen. Welche Auswirkungen hat es, wenn man gegenüber einem alten Menschen äußert.,, Du lernst das sowieso nicht mehr!";
";Schülerinnen und Schüler leben in einer multikulturellen Gesellschaft, die in internationale Verflechtungen und weltweiten Wirtschaftsverkehr eingebunden ist; in diesem Umfeld sind fremde Sprachen etwas Alltägliches. Die Bedeutung der Massenkommunikationsmittel nimmt ständig zu und führt zu einer Durchdringung so gut wie aller Lebensbereiche durch die englische Sprache. Die Schule hat die Aufgabe, alle Schülerinnen und Schüler auf diese Wirklichkeit vorzubereiten. Das Fach Englisch wird heute daher auch immer stärker für Schüler, die in ihrem schulischen Lernen beeinträchtigt sind, gefordert und gefördert. Ein Verzicht auf die bewusste Begegnung mit einer fremden Sprache (insbesondere der englischen, der die Schüler heute tagtäglich begegnen) wirkt sich negativ auf die Persönlichkeitsbildung und die Stärkung des Selbstwertgefühls aus, insbesondere in bezug auf die ohnehin soziokulturell oder physisch benachteiligten Schüler. Ohne Englisch-kenntnisse wird daher auch die soziale Integration erschwert."; (aus: Schöler 1999b, S.13)
Heterogenität als Bereicherung Ein Kind muss zu Beginn des 1. Schuljahres noch lernen, nicht den Schulhof oder den Sportplatz zu verlassen. Das ist keine Ungezogenheit. Den anderen Kindern in der Klasse ist klar, dass dieses Kind aufgrund seiner Behinderung dies noch nicht gelernt hat. Eine Schulleiterin berichtet: ";Einer der größten Rüpel der Schule passt auf, dass das Kind mit Down Syndrom das Schulgelände nicht verlässt."; Sie ist überrascht von der positiven Wirkung auf das Sozialverhalten der ganzen Klasse und der Schule; dass die gemeinsame Erziehung von behinderten und nichtbehinderten Kindern positive Auswirkungen auf das Sozialverhalten und die Leistung aller Kinder hat, ist bereits mehrfach bewiesen. (vgl. hierzu: Schöler 1 998b)
In einer solchen Klasse gibt es immer wieder Gelegenheit, sich zu verständigen:
- Welche Regeln gelten für alle Kinder? Z.B. sich gegenseitig und die Lehrerinnen begrüßen? Eine Regel, die konsequent auch für Mike und Nicole gilt, die beiden Kinder mit Down Syndrom in der Klasse. Alle Kinder warten, wenn sie das nicht tun
- Im Sportunterricht werden die Regeln für ein Wettkampfspiel für Mike und Nicole abgewandelt, dann wird aber auch darauf geachtet, dass sie diese Regeln einhalten.
- Wiederum in anderen Situationen ist klar, dass diese beiden Kinder die Bedeutung bestimmter Regeln nicht erkennen können; dann übernimmt nach Möglichkeit ein anderes Kind (unter den wachsamen Augen eines Erwachsenen) die Verantwortung und ist damit auch in seiner eigenen sozialen Position gestärkt.
Während der Veranstaltung am 17 Juni 2000 waren der Vater von Nicole und die Mutter von Mike anwesend und ergänzten aufgrund ihrer Erfahrungen.
Eine der wichtigsten Fähigkeiten, die Kinder heute lernen müssen: Das Einhalten flexibler Regeln! Das gelingt nur einer Gemeinschaft, in der Verschiedenheit nicht als Bedrohung empfunden wird.
Im täglichen Umgang lernen, zu akzeptieren:
- Verschiedenheit der Hautfarbe,
- Verschiedenheit der Sprache,
- Verschiedenheit der Fähigkeiten.
Wenige Tage vor diesem Vortrag war in Dessau ein seit 20 Jahren in Deutschland lebender Mann von Jugendlichen wegen seiner Hautfarbe getötet worden: Drei Kinder werden ohne Vater groß werden müssen, weil drei Heranwachsende den Umgang mit Verschiedenheiten nicht gelernt haben. Wird ihre Mutter mit den Kindern in Berlin, Potsdam oder Dessau bleiben? Recht auf eigene Kultur Die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung bedeutet nicht: Eine einseitige Anpassung. Nicht Therapie, Therapie und erst wenn das Kind ";gesund"; repariert ist, darf es in die normale Schule. Die Kinder müssen mit ihrem individuellen Entwicklungsprozess akzeptiert werden.(8)
Nein: Der Weg ist das Ziel! Das Zusammenleben und Lernen kann nur in der Gemeinsamkeit gelernt werden!
Selbstbestimmung als langfristiges Ziel
Die Kinder, um deren Einschulung sich deren Eltern heute Sorgen machen, werden hoffentlich in zwanzig Jahren einen selbstbestimmten Lebensweg gehen. Sie werden entscheiden, ob sie in einer betreuten Wohngemeinschaft leben - und mit wem; sie werden hoffentlich zwischen verschiedenen Angeboten der unterstützten Arbeit in der normalen Arbeitswelt wählen können(9), Sebastian wurde Mitte der 80er Jahre wegen der Auswirkungen einer Epilepsie mit dem Status: ";Geistigbehindert"; in Berlin (West) in die Fläming-Grundschule eingeschult. (Erste - seit 1976 bestehende - Integrationsschule in Deutschland) 10 Jahre später verließ er die SophieScholl-Gesamtschule mit einem Realschulabschluss.
";Ich bin für Integration, weil ich gegen Aussonderung bin. Alle leichter Behinderten, die eine allgemeine Schule schaffen können, sollen das auch machen. Das Problem sind dann meistens die Eltern, die nicht die Nerven dafür haben, das durchzusetzen. Ich bin dafür, dass sich beide Gruppen, die Behinderten und die Nichtbehinderten, besser kennenlernen sollten, damit kein abstoßendes Verhalten zweier Gruppen entsteht. Und daher bin ich für Integration für behinderte Kinder. Aber sich durchzusetzen gegenüber Schuldirektoren, das kann schwer werden, wenn man keine gute Rückenstütze hat. Die Kinder müssen sich daran erstmal gewöhnt haben - eine Gewöhnungsphase muss von jedem durchgemacht werden. Die müssen sich erstmal an die Sprache von denen gewöhnen, an den Ausdruck, was er kann. Und der Lehrer muss auch versuchen, ihre Anforderungshöhe herauszufinden."; (aus: Schöler 1999c, S.122f.)
Schule muss sich verändern: Nicht die Kinder müssen ihre ";lntegrationsfähigkeit"; beweisen. Sondern: Jedes Kind braucht seine individuellen Lernziele, den Respekt vor seinen besonderen Fähigkeiten.
Während des Vortrages wurde dieses Prinzip von einer integrationserfahrenen Lehrerin und anhand von Arbeitsmaterialien von Mike und Nicole dargestellt.
Fußnoten:
- Die vollständige Geschichte zu diesem Bild kann nachgelesen werden in:
Schöler 1 999a, 5. 66-68
- Aus einer Schädigung kann eine Behinderung folgen, wenn der Mensch
wegen seiner Schädigung aus der Gemeinschaft seiner Umgebung ausgesondert
wird. Diese Menschen können gesund oder krank sein. Es ist falsch, von
Menschen mit Down Syndrom als ";kranken Menschen"; zu sprechen. Sie
haben das Down Syndrom und manchmal auch eine Grippe oder Kopfschmerzen, dann
sind sie krank. Zu dieser Begrifflichkeit vergleiche: Alfred Sander in Eberwein
und Jutta Schöler 1999e
- ";Der Gedanke, wie wichtig die Akzeptanz der Eltern für die
Entwicklung des Kindes ist, wird immer wieder sehr gut aus den Texten von
Ludwig-Otto Roser deutlich. Siehe in Schöler 1 998
- Was Schulleiter, welche erstmalig vor einer solchen Aufgabe stehen, beachten sollten, habe ich in einem Aufsatz zusammengefasst; siehe: Schöler 1999f
- Ein Beispiel für ein solches Vorgehen ist nachzulesen bei Schöler
1998c
- Ihre Eltern haben über die Schwierigkeiten des Übergangs auf eine
weiterführende Schule nach der 6. Grundschulklasse ausführlich
berichtet. (vgl. Lau 1987> Die Problematik der Leistungsbewertung von
Kindern, die nach abweichenden Lehrplänen unterrichtet und zensiert werden,
habe ich u.a. am Beispiel von Jenny Lau dargestellt in Schöler 1 998d
- Sehr anschaulich dargestellt, wie dies möglich ist bei: Vukan/Rutte.
Dieses österreichische Buch ist in Deutschland leider nur schwer zu
erhalten. Es wird im Jahr 2001 beim Luchterhand-Verlag in überarbeiteter
Fassung neu aufgelegt.
- Vgl. hierzu: Ginnold 2000
Literatur:
Über Internet ist inzwischen die wichtigste und die neueste Literatur zum Thema ";Gemeinsames Leben und Lernen von behinderten und nichtbehinderten Menschen"; gut zu recherchieren. Ich empfehle den Zugang über Bidok (Behinderten-lntegrations-Dokumentationsstelle der Universität Innsbruck): http:llbidok.uibk.ac.at/
Eberwein, H. (Hrsg.): Handbuch der Integrationspädagogik, 5. Auflage, Weinheim: Beltz, 1999
Ginnold, Antje: Schulende - Ende der Integration? Neuwied, Kriftel, Berlin (Luchterhand) 2000
Heyer, Peter/Preuss-Lausitz, Ulf/Schöer, Jutta (Hrsg.): ";Behinderte sind doch Kinder wie wir!"; Gemeinsame Erziehung in einem neuen Bundesland. Berlin: Wissenschaft und Technik-Verlag, 1997
Schöler, Jutta (Herausgeberin): Normalität für Kinder mit Behinderungen: Integration. Texte und Wirkungen von Ludwig-Otto Roser. Neuwied, Kriftel, Berlin: Luchterhand, 1998a Schöler, Jutta: Leistungsförderung und Gewaltprävention - Grundlagen integrativer Erziehung. In: Bayerisches lntegrationsinfo 5.Jg/Heft 3, 1 998b, 5. 10- 19: auch über Internet: Bidok (siehe oben) abruf bar.
Schöler, Jutta: Der Aussonderungsblick und der lntegrationsblick - ein Beispiel. In: BAG INFO Gemeinsam Leben, 6. Jg./Heft 4, 1998c, S. 184- 186
Schöler, Jutta: Flexibler Umgang mit Zensuren - eine notwendige Voraussetzung für Integration in der Sekun darstufe 1. in: Preuss-Lausitz, Ulf/Maikowski, Rainer (Hrsg.): Integrationspädagogik in der Sekundarstufe. Zur gemeinsamen Erziehung behinderter und nichtbehinderter Jugendlicher. Konzepte - Erfahrungen - Probleme. Weinheim und Basel: Beltz, 1998d, S. 81-112
Schöler, Jutta: Integrative Schule -Integrativer Unterricht. Neuwied; Kriftel; Berlin : Luchterhand, 1999a (2. überarbeitete Auflage.)
Schöler, Jutta (Herausgeberin): Integration im Englischunterricht. Chancen gemeinsamen Lernens für Kinder mit und ohne Behinderung. (Autorin: Sabrina Degen) Neuwied, Kriftel, Berlin 1999b
Schöler, Jutta (Herausgeberin): Epilepsie bei Kindern und Jugendlichen in der Schule. (Autorin: Anne Schaudwet) Neuwied, Kriftel, Berlin 1 999c
Schöler, Jutta: Gedanken zur Nichtaussonderung von Kindern mit Behinderung aus dem Schwimmunterricht. In: Die neue Sonderschule 44(1999d), H. 3, S. 225-227
Schöler, Jutta: Nichtaussonderung von ";Kindern und Jugendlichen mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen";. Auf der Suche nach neuen Begriffen, in: Eberwein, H. (Hrsg.): Handbuch der Integrationspädagogik, 5. Auflage, Weinheim: Beltz, 1999e, S. 108-115
Schöler, Jutta: Die Aufgaben der Schulleitung bei der gemeinsamen Erziehung behinderter und nichtbehinderter Kinder. In: Zs. Gemeinsam Leben. Heft 3; 1999f; S. 118-124
Vukan, Helga und Rutte, Volker: Gemeinsam lernen. Integration auf der 1. Schulstufe. Wien 1993