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Schulze Hoppe

Es war einmal ein Schulze, der hieß Hoppe. Dem konnte es der liebe Gott nicht recht machen mit dem Wetter. Bald war 's ihm zu trocken, bald regnete es zuviel Und da sagte der liebe Gott endlich: ";Im nächsten Jahr sollst du das Wetter selbst machen. ";So geschah es denn auch.

Der Schulze Hoppe ließ nun abwechselnd regnen und die Sonne scheinen, und das Getreide wuchs, daß es nur so eine Freude war, mannshoch.

Als es nun aber zur Ernte kam, waren alle Ähren taub; denn Schulze Hoppe hatte den Wind vergessen, und der muß doch wehen, wenn das Getreide ordentlich besamen und Frucht tragen soll.

Seit der Zeit hat Schulze Hoppe nicht mehr übers Wetter gesprochen und ist zufrieden damft gewesen, wie es unser Herrgott gemacht hat.

Kuhn u. Schwarz
aus: Aschendorfs Lesebuch für Volksschulen, Münster 1950