F L Y E R 2007

Down-Syndrom (Trisomie 21) wurde früher “Mongolismus” genannt und war mit vielen Vorurteilen verbunden. Wir wollen helfen, diese Vorurteile weiter abzubauen und uns dafür einsetzen, dass Menschen mit Down-Syndrom gleichberechtigt und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Was ist das Down-Syndrom?
Beim Down-Syndrom handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern um eine unveränderbare genetische Besonderheit.
Anstatt der ¸blichen 23 Chromosomenpaare in allen menschlichen Zellen weisen die Zellen der Menschen mit Down-Syndrom ein zusätzliches Chromosom auf, denn das Chromosom 21 ist dreifach vorhanden, darum spricht man auch von einer “Trisomie 21”.
Die bei etwa 92 bis 95 % vorliegende “freie Trisomie 21” entsteht bei der Teilung der Ei- oder der Samenzelle. Diese Form ist n i c h t erblich.
Die restlichen 5 bis 8 % sind entweder Mosaik-Trisomien (neben den Zellen mit den üblichen 46 Chromosomen sind solche mit einer Trisomie, also mit 47 Chromosomen, vorhanden) oder sog. Translokationen (das Chromosom 21 oder ein Teil davon ist mit einem anderen verbunden). Die letztere Form kann, wie die freie Trisomie, spontan entstehen, aber auch von Vater oder Mutter vererbt worden sein.
Welche Form im Einzelfall vorliegt, kann durch eine Chromosomenuntersuchung geklärt und sollte durch einen Arzt für Humangenetik erläutert werden.
Unser Arbeitskreis:
Der Arbeitskreis Down-Syndrom besteht seit 1977 und ist ein Zusammenschluss von Menschen mit Down-Syndrom, ihren Eltern und Freunden, von Fachleuten und anderen interessierten Personen.
Die über 2000 Mitglieder leben in allen Teilen Deutschlands und darüber hinaus. Bundesweit gibt es Untergruppen des Arbeitskreises Down-Syndrom e. V.
Mit selbständigen Vereinen in Deutschland und im benachbarten Ausland pflegen wir eine gute Zusammenarbeit und einen regen Austausch.
Wir arbeiten u. a. zusammen mit:
- Ärzten, Pädagogen und weiteren Berufsgruppen in Diagnostik, Therapie und Pflege,
- den beteiligten Behörden, Verbänden, wissenschaftlichen Instituten,
- Einrichtungen für Ausbildung, Arbeit, Wohnen und Leben,
- Organisationen und Elternvereinigungen,
- dem Landesbehindertenbeirat NRW,
- den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.
Ziele unserer Arbeit
Der Arbeitskreis will die Öffentlichkeit über Menschen mit Down-Syndrom informieren und Vorurteile abbauen. Menschen mit Down-Syndrom sollen die Hilfen bekommen, die sie brauchen, um “ihr” Leben leben zu können.
Dieses Leben hat viele Seiten. Eine davon ist die Tatsache, dass diese Menschen spezielle Hilfe brauchen. Dies darf nicht überbetont werden, denn jeder Mensch braucht Hilfe.
Jeder Mensch, und da sind Menschen mit Down-Syndrom nicht ausgeschlossen, kann auch seinen individuellen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Dieser Beitrag ist vielleicht nicht bedeutend im Sinne einer Kosten-/ Nutzenanalyse. Er ist unverzichtbar, weil er hinweist auf das eigentliche “Humanum”, das Menschsein des Menschen.
Jedes Kind mit Down-Syndrom ist anders.
Wir möchten Eltern helfen und ermutigen, ihr Kind mit Down-Syndrom anzunehmen. Die geistigen und körperlichen Fähigkeiten der Menschen mit Down-Syndrom wurden in der Vergangenheit unterschätzt. Heute weiß man, dass Kinder mit Down-Syndrom erstaunlich lernfähig sind, und ihre individuellen Stärken durch gezielte Förderung entscheidend beeinflusst werden können.
Wir geben Informationen über Kinder / Menschen mit Down-Syndrom jeden Alters weiter und sind Gesprächspartner und Ratgeber für unsere Mitglieder, für Eltern und werdende Eltern, sowie für alle, die mit Menschen mit Down-Syndrom arbeiten und leben.
Durch Unterstützung unserer Arbeit kann jeder dazu beitragen, dass diese Menschen lernen, selbstbestimmt und gleichberechtigt zu leben und ihre kreativen Möglichkeiten zu entfalten.
Zu dem Flyer gehören noch ein Anmeldevordruck, sowie Literaturangaben und das Impressum.
Gern senden wir Ihnen diesen Flyer - auch zum Weitergeben - zu. Bitte melden Sie sich per eMail: ak@down-syndrom.org.