Ein Schlafsack bewahrt vor dem Kindstod

SOLINGEN (dpa). Eltern von Neugeborenen erhalten im Städtischen Klinikum in einem bundesweiten Pilotprojekt kostenlos Schlafsäcke für ihre Säuglinge. Damit soll das Risiko von Babys gesenkt werden, dem Plötzlichen Kindstod zum Opfer zu fallen.

Im Gegensatz zu einer Bettdecke können sich Babys das Schlafsäckchen nicht über das Gesicht ziehen und sich so nicht ihre Atemwege blockieren, weil die Säuglings- Schlafsäcke Ausschnitte für die Arme haben und auf die passende Größe geachtet wird.

In den breit geschnittenen Schlafsäcken können sich die Kinder auch nicht so leicht auf den Bauch drehen. Zudem verhindern die Baumwollsäcke Überwärmung. Alle drei Faktoren gelten als mögliche Ursachen für den Plötzlichen Kindstod.

In den Niederlanden stirbt nur noch eines von 10 000 Babys daran. In Deutschland sind es noch sechs Mal und in Nordrhein-Westfalen sogar acht Mal so viele, berichtet Oberarzt Volker Soditt.

"Von 500 Todesfällen in Deutschland pro Jahr könnten 300 vermieden werden", sagt Soditt. Der Plötzliche Kindstod ist die häufigste Todesart im Säuglingsalter. Besonders häufig trifft es Säuglinge zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat. Im Winter häufen sich die Fälle.


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